© Dr. med. dent. Michael Leu.
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Dr. med. dent. Michael Leu.
Zahlen & Fakten
 
  • 6-14% der Bevölkerung in den Industriestaaten haben Zahnarztphobie. Sie haben Angst vor der zahnarztphobischen Reaktion des Körpers. Sie wollen zum Zahnarzt aber sie können nicht. Sie haben Angst vor den physiologischen, motorischen und emotionalen Reaktionen ihrer Zahnarztphobie. Deswegen gehen Sie nicht zum Zahnarzt - verständlich!

  • 2/3 der Bevölkerung haben Zahnarztangst. Sie haben Angst vor dem Zahnarzt!

  • Tiefe Sprünge in der Zahnsubstanz: man kann bei den Phobiepatienten extrem viele und tiefe Sprünge in der Zahnsubstanz beobachten. Die gehen oft durch die gesamte Zahnsubstanz (vertikal und horizontal). Möglicherweise sind diese Sprünge gross genug für schädliche Bakterien aber sicher sind die Sprünge zu klein für die Zahnbürste - vielleicht könnte das erklären, dass man Phobiepatienten mit perfekter Zahnpflege sieht, die trotzdem einige nicht erhaltbare Zähne haben. Vielleicht ist es nicht bedingungslos richtig, dass ein sauberer Zahn auch zwangsläufig ein gesunder Zahn ist.
    Hier ist die Wissenschaft gefordert.

  • Spezialpraxis für Zahnarztphobiepatienten in München (Gentle Dental Office®-München / Dr. Michael Leu): Seit dem Jahr 2000 behandeln wir in dieser Praxis im Zentrum Münchens nur noch Zahnarztphobiepatienten. Dabei beobachten wir, dass fast jeder unserer Patienten eine Malokklusion hat. Normalerweise hat das höchstens jeder zehnte Patient. Die Malokklusion ist ein Problem, das man nicht selbst lösen kann. Vielleicht erklärt das, wenn viele unserer Patienten zum Beispiel folgendes oder ähnliches sagen: "Ich habe vier Kinder auf die Welt gebracht, ich habe ein Unternehmen, ich komme mit allen Problemen irgendwie zurecht - nur mit dieser Zahnarztphobie nicht. Das wird immer schlimmer". Hier ist die Wissenschaft gefordert.

  • Unsere statistischen Auswertungen von zahlreichen Online-Interviews belegen,

    1. starke Zusammenhänge zwischen Zahnarztangst und Wunsch nach Totalsanierung in Narkose,
    2. dass 71% sich schämen ihre Zähne zu zeigen,
    3. dass 74% Angst vor Kontrollverlust haben und nur durch den ersten Zahnarztbesuch führbar wären, wenn der Zahnarzt gesprächstechnisch und psychologisch geschult ist,
    4. dass ein starker Zusammenhang besteht zwischen "schämen Sie sich Ihre Zähne zu zeigen" und dem Bedürfnis nach professioneller Hilfe
    5. dass zwischen "der Angst vor dem Kontrollverlust" und den "von Zahnärzten wegen der Zähne bereits gedemütigten Patienten" ein Zusammenhang besteht,
    6. dass jeder Zweite schon von Zahnärzten, deren Personal oder Angehörigen wegen der Zähne beschimpft oder beleidigt wurde.

  • Angst und Phobie in den offiziellen Statistiken
    Es gibt z.B. in Berlin derzeit - da sind sich die Statistiken einig - zwischen 180.000 und 420.000 Zahnarztphobiepatienten im Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Sie gehen praktisch nie zum Zahnarzt. Aus verständlichen Gründen: Herzrasen und Übelkeit und Brechreiz und, und, .... und das alles gleichzeitig.

    Irrtümlich werden diese Patienten - sogar von den meisten Zahnärzten - mit den Zahnarztangstpatienten gleichgesetzt - einer eigenen Gruppe von immerhin 2/3 der Bevölkerung (Bild-Nachrichten vom 18.04.2001).

  • Beobachtungen aus der ersten Spezialpraxis für Zahnarztphobiepatienten
    Die Zusammenarbeit der DGZP® mit der Christoph-Dornier-Stiftung zeigte deutlich, dass die Zahnarztphobiepatienten kein Interesse an rein psycho-therapeutischen Behandlungskonzepten haben, sondern ausschließlich an der prompten zahnärztlichen Sanierung in Narkose. Unseren Erfahrungen nach ist Behandlungsqualität u.a. wenn der Patient von seinem phobischen Problem auf möglichst unkomplizierte Weise freikommt. Und dabei eignet sich zahnärztliche Sanierung in Narkose hervorragend.

  • Behandlungsqualität und Erfahrung des Behandlers
    ZahnarztPhobiePatienten gehen - aus verständlichen Gründen - selten oder nie zum Zahnarzt. Der normale Zahnarzt kann solche Patienten naturgemäß nicht kennen lernen. Er kann sich folglich keine ausreichende praktische Erfahrung in diesem schwierigen Behandlungssituationen erarbeiten.

    Die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Qualität in der Medizin fordern aber z.B. in der Kinderkardiologie jährlich 150 Fälle je Behandler damit gute Behandlungsqualität überhaupt erst möglich wird. Für Darmkrebs werden für den Spezialisten 200 Untersuchungen pro Jahr gefordert. Für die Behandlungsqualität bei der Therapie von Zahnarztphobiepatienten gibt es leider keine vergleichbaren Untersuchungen und keine Empfehlungen.

    Untersuchungen zeigen, dass die Zahnärzte häufig selbst Angst vor den Zahnarztangstpatienten haben - ganz zu schweigen vor den Zahnarztphobie-patienten. Sie sind froh, wenn diese Patienten wieder aus der Praxis weg sind.
Erkenntnisse
    Die Spezialisierung der Praxis in München ausschließlich auf Zahnarztphobiepatienten brachte ganz unerwartete Erkenntnisse:

  1. Offensichtlich sind es nicht nur negative Erlebnisse, die die Zahnarztphobie verursachen, sondern auch ein Problem namens Malokklusion. Jeder(!) der Münchener Zahnarztphobiker hat eine Malokklusion*. Diese Erkrankung findet man sonst nur bei maximal jedem zehnten Patienten. Die Malokklusion ist ein Problem, mit dem sich nur wenige Zahnärzte beschäftigen. Die Beobachtung der hohen Malokklusionsquote führt zu einen hochinteressanten Denkansatz für eine ganz neue Sicht auf die Entstehungsweise und Therapie der Zahnarztphobie.

    *Malocclusion ist ein vereinfachter Begriff für komplizierte, funktionell bedingte Zahn-, Kiefergelenk- und Muskelerkrankungen. Damit soll verständlich werden, dass das System Zähne, Kiefer zueinander, Kiefergelenke u.s.w. nicht harmonisch miteinander funktioniert. Stark vereinfacht lässt sich die Malokklusion der Funktionseinheit Oberkiefer-Unterkiefer-Kiefergelenke mit der Funktionseinheit Türblatt-Türrahmen- Türscharniere vergleichen. Wenn die Türe nur mit Gewalt geschlossen werden kann, hat dies zwangsläufig Schäden an den beteiligten Einheiten zur Folge.

  2. Eine neue Beobachtung ist auch, dass die Zahnarztphobiepatienten sehr häufig kaum sichtbare Sprünge durch die ganze Zahnsubstanz haben mit entsprechenden Folgeproblemen (Karies, Nervenschmerzen, ...). Vergleichsweise sieht das so aus, wie wenn ein Baum von einem Blitz getroffen wurde. Danach hat der Baum einen Spalt durch den ganzen Stamm ohne deswegen umzufallen. Mit dem freien Auge sieht man diese Spalten nicht. Für Bakterien sind diese Spalten aber kein Eintrittshindernis. So wird im Denkmodell nachvollziehbar, dass auch Patienten mit außergewöhnlich guter Zahnpflege Schäden an den Zähnen haben, die normalerweise nur Patienten mit mangelhafter Zahnpflege haben.